17.10.10

 

Thomas Hartmann: Riedlingen

 

Einer Einladung mit Freistart folgend (nochmals danke an den Organisator!) machte ich mich heute bei äußerst unwirtlichen Bedingungen auf ins Oberschwäbische. Auch während der 200km langen Anreise stieg die Temperatur nicht nennenswert und blieb am Startort bei 7°C hängen, dazu nieselte es und ein äußerst unangenehmer, kalter Ostwind pfiff einem um die Ohren. Genau die richtigen Verhältnisse, um sich ein letztes Mal in diesem Jahr ultimativ in die Fresse zu hauen und den Restbestand an Körnern zu vernichten. Erst einmal aber staunte ich Bauklötze über die gute Besetzung der trotz des Wetters angereisten 400 Teilnehmer. Angeführt vom späteren Tagessieger Daniel Gathof gab es eine ganze Reihe von Spitzenfahrern, die wohl alle dasselbe vorhatten wie ich. Das trotz der schlammigen Verhältnisse sehr schnelle Rennen über 46km und 900Hm begann für mich mit einem guten Start. Ich konnte mich länger in der Spitzengruppe festsetzen, später dann in einer Verfolgergruppe um Platz 9. Am nach meiner Verletzungspause siebten Rennwochenende in Folge hatte ich auch beim 11.Start gute Form. Die Drückerberge mit dem Sägezahnprofil kamen mir entgegen, ebenso das Gekeule im Flachen und bergab. Die meist festen Wege wechselten sich mit einigen völlig aufgeweichten Passagen ab und die Strecke war hervorragend ausgeschildert. Ich kam überall gut durch und durfte mir im Finale schon Hoffnungen auf den 9.Gesamtplatz machen, da es unsere Gruppe zerlegt hatte. Nach einem unguten Fahrfehler auf einer Hochgeschwindigkeitsabfahrt reichte es dann zum 12.Rang im Gesamtklassement und zum überlegenen Sieg bei den Grauen. Die Pflege an Mensch und Material nahm einige Zeit in Anspruch, ebenso das Warten auf die Siegerehrung. Die geplante Totalverausgabung hatte heute gut geklappt und ich trollte mich völlig bedient wieder in die Heimat.

10.10.10

 

Thomas Hartmann: Gottersdorf


Bei herrlichstem, aber sehr kaltem Wetter begab ich mich recht früh auf die Piste, um nach knapp 130km Gottersdorf im Hofer Land zu erreichen. Hier fand ich einen recht netten 1,6km-Kurs vor, der einen langen, holprigen Wiesenanstieg sowie einige technische, wenn auch wenig spektakuläre Schmankerl aufwies. Im Rahmen des Finallaufs zum Alpina-Cup 2010 mußten in meinem Rennen der Betagten 8km zurückgelegt werden. Da ich an nur einem Lauf dieser Serie teilgenommen hatte, rollte ich das Feld nach einem guten Start von ganz hinten auf, übernahm nach 1km die Spitze und holte mit großem Vorsprung meinen 17.Saisonerfolg, gleichzeitig den 80.Karrieresieg. Dann eierte ich nach zweistündigem Training und der Siegerehrung wieder knapp 300km zurück in die Heimat.

10.10.10

 

Martin Simon: Spiegelberg

An diesem Sonntag stand der Saisonabschluss in Form des Lautertalmarathons in Spiegelberg auf dem Plan. Diese Veranstaltung im Schwäbischen Wald ist eine Art Geheimtipp unter den Marathonisti und innerhalb weniger Tage ausgebucht.
Ich hatte mir schon rechtzeitig einen Startplatz über die Langstrecke (83km, 2200Hm) gesichert. Der Anfahrtsweg fiel kurz aus, da sich ganz in der Nähe meine Hochschule befindet, in der ich zur Zeit bin. Am Sonntagmorgen erstarrte das Quecksilber im Thermometer bei bitterkalten 3°C, spätestens nach dem ersten Anstieg war das aber egalisiert, denn es ging von Anfang an ordentlich zur Sache. Die rund 100 Starter über die Langstrecke gingen als erstes auf den ca. 27km langen Rundkurs. Ich versuchte anfangs noch das Tempo der Spitzengruppe mitzugehen, machte mir dann aber klar, dass ich noch ein paar Stunden im Sattel sitze und fuhr dann meinen eigenen Rhythmus. Wie sich noch herausstellen sollte, die richtige Entscheidung. Die Strecke präsentierte sich in nahezu perfektem Zustand, da die Vorwoche durchgehend Schönwetter angesagt war, genauso wie am Renntag.
Für Marathonverhältnisse ist der Lautertaler mit vielen Trails gespickt die richtig Laune machen und Asphalt bekommt man nur selten zu sehen. Die immerhin 2200 Hm veteilen sich auf zahlreiche kürzere giftige Anstiege, was mir wiederum zugute kommt. In Runde eins fuhr ich ein ziemlich einsames Rennen ohne irgendwelche Positionswechsel, in Runde zwei und drei änderte sich das dann aber deutlich. Die Heißsporne vom Anfang mussten ihrem Übermut Dribut zollen, währenddessen ich mein Tempo halten konnte. So machte ich Platz um Platz gut. Von Platz 16 in der ersten Runde ging es somit noch bis auf Platz 9 nach vorne. In meiner Altersklasse bedeutete das den 8. Rang.
Beim späteren Blick auf die Ergebnisliste kam dann noch ein bisschen Ärger bei mir auf, da Platz 5 sogar noch in durchaus machbarer Reichweite gewesen wäre. 
Trotzdem war ich mit dem Ergebnis und einer Zeit von 3h:53min überaus zufrieden. Ein gelungener Abschluss der Rennsaison, welcher eine gute Motivation für das lange Wintertraining ist. 

09.10.10

 

Thomas Hartmann: Ettlingen

 

Nach einer Trainingswoche mit drei kleinen, ruhigen MTB-Touren bei herrlichem Herbstwetter und einem Ruhetag machte ich mich heute recht früh auf nach Karlsruhe. Drei Stunden Autobahnraserei und eine mir persönlich gewidmete Blitzlichtaufnahme später befand ich mich dann vor Ort. Bei schönem, anfangs noch kühlem Wetter fuhr ich im Warmup die 10km-Runde ab und bemerkte leider zweierlei: erstens waren die Beine nicht ganz top und zweitens ging es stufenartig 4km lang zäh bergauf und wenig spektakulär bergab. Der technische Anspruch war gering und mein Fully total unnötig.

Alle Altersklassen wurden im Wellenstart auf die Strecke geschickt und im Rennen der knapp einhundert Master 2 (41-50 Jahre) erwischte ich einen Top-Start. War auch nötig, denn schon nach 100m ging es in eine Hohlgasse und danach auf recht enge Kieswege in einem Park. Die heizte ich von vorne weg durch und dann ging es mit vollem Speed in den Berg. Sofort ging der spätere Sieger auf und davon. Ich befand mich in einer Viererverfolgergruppe, die sich dann an einem steilen, windigen Wiesenanstieg teilte.

Zu zweit gaben wir alles, kamen dem Spitzenmann aber nicht näher. In der Schlußrunde mußte ich am Berg etwas reißen lassen, kam in der Abfahrt noch etwas auf, aber es reichte knapp nicht mehr zum Ehrenplatz. Da längere und steilere Anstiege nicht so mein Ding sind, war ich auch in Anbetracht meiner Tagesform ganz zufrieden. Nach einer stimmungsvollen Siegerehrung machte ich die 600 Autobahnkilometer voll und übernachtete bei einem befreundeten Paar bei Erlangen

 

03.10.10

 

Wunsiedel

 

Nach dem Istrien-Abenteuer habe ich es vergangene Woche eher ruhig angehen lassen, wenngleich ich den Fuß nicht vom Gaspedal genommen habe. Montag und Dienstag standen zwei ruhige Straßeneinheiten an, Mittwoch ging es locker ins Gelände, am Donnerstag fuhr ich mit Teamkameraden mit mittlerer Belastung auf unseren Isartrails. Freitag gab es einen Ruhetag und gestern eine zweistündige kleine Vorbelastung, ebenfalls an der Isar.

Solchermaßen gerüstet ging es heute mit drei Teamkameraden im Vereinsbus ins Fichtelgebirge nach Wunsiedel. Dort fand der Finallauf des OTV-Cups statt, einer weiteren bayerischen CrossCountry-Rennserie, deren Rennen ich jedoch aufgrund von Terminüberschneidungen nur sehr sporadisch bestritten hatte. Bei sonnigem, durch den kalten Wind aber eher ungemütlichem Wetter, präsentierte sich uns ein mit 4,9km längerer Kurs mit einer guten Mischung aus Rollerstücken, Trails und noch leicht feuchten, auch technischen Abfahrten, die Spaß machten. Ein richtiger Drückerkurs mit einigen ruppigen, fully-geeigneten Holperstrecken wie ich ihn mag.

Die recht zahlreich besetzte M40-Klasse wurde weit hinten aufgestellt, ich erwischte jedoch einen sehr guten Start und kam auf einer längeren, klebrigen Forstautobahn gut nach vorne, die Elitespitze hatte jedoch schon ein Loch nach vorne gerissen. Die Istrien-Rennen haben mir wohl gut getan, denn mit richtig Druck auf dem Pedal holte ich Fahrer um Fahrer ein und auch von der Bremse im Kopf war in den feuchten, wurzeligen Abfahrten nicht mehr viel zu spüren.

Gegen den Ü40-Sieger und Jungspund Thomas Lauterbach war kein Kraut gewachsen, den Sieger von Pegnitz hielt ich jedoch deutlich auf Distanz und erreichte sehr zufrieden den Ehrenplatz in der Ü40 und den 8.Gesamtplatz in diesem Rennen. Mit nur vier Rennteilnahmen im OTV-Cup konnte ich mich immerhin noch auf einen 4.Platz in der Gesamtjahreswertung 2010 heranarbeiten.